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Forschung
Vision
Der Lehrstuhl befasst sich
mit allen Aspekten von Datenbanksystemen.
Dabei löst sich die Betrachtung inzwischen etwas von den Systemen selbst
und geht mehr zu den Gründen zurück,
die einmal zur Entwicklung dieser Systeme geführt hatten.
Es ging immer darum,
eine Infrastruktur für die Entwicklung von Anwendungen bereitzustellen,
hier insbesondere für die persistente Datenhaltung.
Sie sollte anwendungsneutral und datenunabhängig sein,
damit einerseits die Wiederverwendung der Datenbestände
auch in neuen Anwendungen möglich ist
und andererseits intern Optimierungen zur Effizienzsteigerung
durchgeführt werden können,
ohne dass die Anwendungen geändert werden müssten.
Dazu bedarf es eines Datenmodells,
eines Schemas zur anwendungsunabhängigen Beschreibung der Daten
und einer Anfragesprache für die Zugriffe.
Ob das von einem Datenbanksystem angeboten wird
oder von einem Laufzeitsystem (einem "Container")
oder auch dem Betriebssystem,
ist dann schon eine Frage der Umsetzung.
Die Datenhaltung ist natülich nur ein Aspekt der Infrastruktur,
und es ist längst deutlich geworden,
dass man sie nicht nur isoliert betrachten darf.
Eine Datenbank war immer ein Hilfsmittel zur Anwendungsintegration:
Wenn mehrere Anwendungen Daten gemeinsam nutzen,
kooperieren sie damit auch.
Da aber die Zugriffe nicht immer in beliebiger Reihenfolge sinnvoll sind,
rücken sehr schnell die Prozesse oder Abläufe,
in denen die Anwendungen aufgerufen werden,
ins Blickfeld.
Und schließlich hat man es in vielen Organisationen längst
mit einem Nebeneinander vieler Datenbanken zu tun,
und es entsteht erst nachträglich der Bedarf,
Anwendungen zu erstellen,
die mehrere Datenbanken benutzen.
Eine Variante ist das Data Warehousing,
das Daten aus verschiedenen Datenbanken per Kopie
in einer neuen Datenbank zusammenführt
und damit weitergehenden Auswertungen erschließt.
Eine andere ist die Schemaintegration,
die bidirektionale Abbildungen
zwischen den Schemata verschiedener Datenbanken einzurichten versucht
und damit auch wechselseitige Änderungen ermöglicht.
Sie erfordert allerdings eine Metamodellierung,
die sich auf ein Repositorium stützen sollte.
Hauptinteressensgebiete
- Ad-hoc-Integration von heterogenen Datenquellen
- abgestufte Konsistenz in Datenbank-Föderationen
- Datenbanktechnologie in Grid-organisierten Systemen
- Zusagen über Dienstgüte in Multimedia-Datenbanken
- nicht-funktionale Eigenschaften von Software-Komponenten
- Entwurf von Multimedia-Datenbank-Anwendungen
- Unterstützung von Vertragsverhandlungen
- Web Services
- Data Warehousing
Weitere Informationen
- Gruppen
Die Forschungsgruppen von inf6
- Projekte
Einige laufende und abgeschlossene interne Projekte der vergangenen Jahre
- Kooperationen
Einige laufende und abgeschlossene Projekte mit externen Partnern (Kooperationen) in den vergangenen Jahren
- Stipendien
Links zu verschiedenen Fördermöglichkeiten für die Forschung
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