Überblick
Das Forschungsprojekt Comaera wurde zum 1. März 2005 an der FAU Erlangen, Lehrstuhl Informatik 6 begonnen. Es ist ein Nachfolgeprojekt bezüglich des COMQUAD-Projekts und verfolgt die dort entwickelten Ansätze und Ideen weiter. Es behandelt die Konstruktion von Software mit einem komponentenbasierten Ansatz, wobei im Gegensatz zu bereits existierenden Komponentenmodellen ein Modell entwickelt wird, das neben den funktionalen Eigenschaften einer Software-Komponente auch nichtfunktionale Eigenschaften explizit mit einbezieht. Dieses neuartige Komponentenmodell ermöglicht es, Aussagen sowohl über quantifizierbare nichtfunktionale Eigenschaften (wie z.B. die Bildrate einer Videoübertragung oder die Anzahl gleichzeitig bedienbarer Clients) als auch über abstraktere Eigenschaften (wie z.B. Sicherheitsaspekte) treffen zu können. Dabei sollen diese Aussagen zusicherbar (nur falls die eingesetzte Systemumgebung Zusicherungen ermöglicht - derzeit nicht Kern der Betrachtungen) und die Eigenschaften einer komplexen, zusammengesetzten Komponente automatisch aus denen der Bestandteile ableitbar sein.
In diesem Projekt untersuchen wir unter anderem, wie Softwarekomponenten transparent und automatisch bzgl. ausgewählter quantitativer Eigenschaften vermessen werden können, wie die große Menge anfallender Messdaten verwaltet und analyisiert werden kann und wie letztendlich die gewonnen Informationen zur Vorhersage von Eigenschaften einer Assembly von Komponenten verwendet werden kann. Hierzu wurde unter anderem eine Erweiterung eines Applikationsservers für Komponenten entworfen, mit dem deklarativ Messsensoren in eine komponentenbasierte Anwendung eingebracht werden können. Die durch das nicht-intrusive Verfahren mit geringem Overhead erhaltenen Messwerte werden in einem Komponentenrepository abgelegt. Eine darauf aufbauende Analyse mit statistischen Mitteln hat das Ziel, Komponenten mit Hilfe von charakteristischen Maßzahlen zu beschreiben. Ergänzt wird dieses System um einen an Software-Komponenten angepassten Profiler, der die Ermittlung des Ressourcenbedarfs einer Komponente ermöglicht. Derzeit wird untersucht, wie die Leistungseigenschaften einer Komponente zukünftig in abstrakterer Form mittels Microbenchmarking auf der Java-Plattform ermittelt werden können, um Vorhersagen über das zu erwartende Laufzeitverhalten auf nicht gemessenen Rechnern/Plattformen treffen zu können. Zusätzlich beschäftigt sich das Projekt mit Möglichkeiten, die ermittelten Leistungswerte einer Softwarekomponente für die Vorhersage von Eigenschaften einer Komponenten-Assembly zu verwenden.
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Personen
Studien-/Diplomarbeiten und Jobs
Weitere Informationen
Bei Interesse informieren Sie sich auch über das Vorgängerprojekt COMQUAD TU Dresden sowie COMQUAD-DB Erlangen.
Für die Comaera-Mitglieder (intern): internes Issue Tracking System.