Gegenstand des Projekts "Grundlagen prozessorientierter Informationssysteme im Krankenhaus und im Versorgungsnetz"
ist die Erarbeitung von Anforderungen an ganzheitliche Informationssysteme zur flexiblen Unterstützung abteilungsübergreifender
Abläufe im Krankenhaus und im Versorgungsnetz. Die Informationsverarbeitung im Gesundheitswesen ist besteht aus einer Vielzahl
dezentraler autonomer Teilsysteme in verschiedenen Institutionen und Organisationseinheiten, die jedoch nicht geeignet sind, die typischerweise organisationsübergreifenden Abläufe in ihrer Gesamtheit abzubilden.
auf Anwendungsebene:
- Optimierung von Struktur- und
Prozessqualität, z.B.
- Organisatorische Abstimmung des
Krankenversorgungsprozesses unter Wahrung medizinisch sinnvoller Reihenfolgen
- Vermeidung von Zeitverlusten, von
Doppelluntersuchungen ...
- Reduktion von Fehlerrisiken
- Optimierung der Ergebnisqualität
- Sicherstellung einer ökonomischen und
effizienten Krankenversorgung
- Messbare Verbesserungen des
Versorgungsprozesses (Prozess- bzw. Liegedauer, Wartezeiten,
Komplikationsraten, etc.)
auf Systemebene:
- Prozessunterstützung mit
adäquater Integration von Information und Wissen sowie angemessener
Ablaufsteuerung
- Offenheit als notwendige Forderung
zur Einbindung von Komponentensystemen und Standards
- Zuverlässigkeit nicht nur von
Soft- und Hardwarekomponenten, sondern auch unter Einbeziehung von
Notfallplänen für den Ausfall der Komponenten
Operationale Ziele:
- Referenzmodell für
Prozessanalyse und Modellierung
- generische Methoden und Werkzeuge
zur Prozessmodellierung und Prozessanalyse
- Referenzarchitektur zur prozessorientierten
Integration von DV-Systemen
- Prototyp zum Aufzeigen des Zusammenwirkens von
Methoden und Werkzeugen
Im Rahmen des Projekts wird zunächst eine
Analyse der Prozesse vorgenommen und ein Prozessmodell zur Grundlage der
Modellierung der Abläufe erarbeitet werden. Aufbauend auf den Ergebnissen
der Prozessanalyse wird eine Referenzarchitektur für prozessorientierte
Informationssysteme im Gesundheitswesen erarbeitet werden. Durch eine
prototypische Implementierung wird das Zusammenwirken von Methoden und
Werkzeugen aufgezeigt werden.
Der Abschlussbericht zum Projekt ist unter folgendem Link als PDF herunterladbar: DFG Sachbeihilfe KU 1412 / 1-2 Abschlussbericht.
Projektmitarbeiter
Prof. Dr. Stefan Jablonski, Dipl.-Inf. Christian Meiler
Kooperationspartner:
Prof. Dr. med. Klaus Kuhn, Dr. Richard
Lenz, Dipl.-Inf. Mario Beyer, Institut für Medizinische Informatik, FB
Medizin und Klinikum, Phillips-Universität Marburg
1.3.2002 - 28.2.2005
Deutsche Forschungsgemeinschaft